Überwachungsstaat extrem
20. September 2006
Auf dem Weg von Berlin nach Bad Freienwalde im Lande Brandenburg fährt man über die Bundesstraße B 158. Kurz vor Bad Freienwalde sind auf einer Strecke von 14 km geschätzte 10 bis 15 Stationärmeßgeräte installiert – jeweils pro Fahrtrichtung.
Heute kommt ein neues Mandat herein: Dem Fahrer wird zur Last gelegt, auf der Bundesautobahn B 71 in Richtung Erfurt (Thüringen) bei km 127,6, bei km 124,8, bei km 120,3 und bei km 117,2 jeweils eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 22, 14, 19 und 19 km/h begangen zu haben.
Es dauert nicht mehr lange, da bekommt jedes KFZ ein GPS-gestütztes Meßgerät eingebaut, das per Funk direkt mit dem Drucker der Zentralen Bußgeldstelle verbunden ist. Die Halter der Fahrzeuge werden verpflichtet, den Bußgeldstellen Lastschriftermächtigungen zu erteilen und die Führerscheine werden mit fernsteuerbarer Zaubertinte gedruckt.
Ich überlege nun, wie man die Verteidiger in dieses automatische System integrieren kann.


Ein Kommentar zu “Überwachungsstaat extrem”
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Das Mautsystem eröffnet da noch ganz andere Möglichkeiten; ganz ohne Blitzer: Ich erfasse das Fahrzeug an zwei oder mehr Punkten seiner Reise zu definierten Zeitpunkten und errechne daraus die Geschwindigkeit des Fahrzeugs – wenn auf der zurückgelegten Strecke eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 besteht und die Geschwindigkeit deutlich höher war, lässt sich auch vortrefflich ein Strafzettel ausstellen …
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