Polizeibericht über Motorradfahrer

13. August 2008

Einen stimmungsvollen Bericht über eine – vorläufig – erfolgreiche Jagd auf einen motorradisierten Verkehrssünder liefert eine Pressemeldung der Polizei Berlin:

Obwohl er die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erheblich überschritten hatte, zeigte sich gestern Nachmittag ein Motorradfahrer in Tiergarten uneinsichtig in Bezug auf eine Verkehrskontrolle.

Polizisten hatten an der Straße des 17. Juni zwischen der Siegessäule und der Klopstockstraße eine Geschwindigkeitsmessung mit Lasergeräten auf der regenfeuchten Fahrbahn vorgenommen und den 31-jährigen „Suzuki-Piloten“ gegen 15 Uhr 15 mit vorwerfbaren 118 km/h gemessen. Nach dem Anhalten äußerte er, dass er höchsten 70 km/h gefahren sei und im Übrigen das Messen der Geschwindigkeit mit Laser bei Motorrädern sowieso nicht gestattet wäre.

Er hat demnächst Gelegenheit, auf den Bußgeldbescheid, der neben 300 Euro Geldbuße und drei Monaten Fahrverbot auch vier Punkte im Verkehrszentralregister „bringen“ wird, zu antworten.

Liebe Geschwindigkeitskontrolleure. Es wäre ganz gewiß nicht das erste Mal, daß Ihr bei einer Messung solch grobe Fehler macht und wir diese Fehler aufgedecken, so daß die Messung später nicht verwertbar ist. Die überhebliche Stimmung, die der Bericht hier wiedergibt, ist daher ein wenig übertrieben. Zumindest zur Zeit noch.

Eine alte Züchterweisheit lautet: Am Ende werden die Schweine fett. In diesem Sinne: Erstmal Akteneinsicht, dann sehen wir weiter. Ganz ohne Arroganz.

Allgemein | Kommentare | Trackback Zum Seitenbeginn springen

Kommentar schreiben

  •  
  •  
  •  

Verfolge neue Kommentare zu diesem Beitrag mit diesem Kommentar-Feed.

leerzeile Kanzlei Hoenig Logo leerzeile