Jetzt wirds konkreter
6. Mai 2008
Es war bekannt, dass die Bußgeldsätze steigen sollen, um mehr Verkehrssicherheit zu erreichen. Nun wird es konkreter:
Bis zu 60 Prozent teurer wird es laut Entwurf für Raser und Drängler: Bei einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 21 bis 25 Stundenkilometer erhöht sich die Gebühr von 50 auf 80 Euro in geschlossenen Ortschaften und von 40 auf 70 Euro außerhalb der Orte. Dieses Bußgeld steigt in Stufen bis auf 680 (bisher: 425) Euro innerhalb und 600 (375) Euro außerhalb von Ortschaften bei mehr als 70 Stundenkilometern Tempoüberschreitung.
Für Drängler erhöht sich die Buße mit jeder Abstandsverkürzung bis auf 320 Euro im Vergleich zu jetzt 200 Euro bei einer Geschwindigkeit von mehr als 80 Stundenkilometer und auf 400 (250) Euro beim Tempo von über 130.
Bei illegalen Auto-Rennen müssen die Teilnehmer künftig 400 statt 150 Euro berappen und die Veranstalter 500 statt 200 Euro. Besonders teuer wird es auch für Fahrer, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen: Mit 500 Euro beim ersten Verstoß, 1000 Euro bei Wiederholung in kurzer Zeit und 1500 Euro beim dritten Verstoß werden die heutigen Strafen fast verdoppelt.
Die Verdoppelung gilt auch für ständiges Linksfahren mit künftig 80 Euro, unangepasste Geschwindigkeit wie bei Glätte und Regen mit 100 Euro und Missachtung des Überholverbots mit 150 Euro. Kommt es hierbei zur Sachbeschädigung, treibt der Staat künftig 200 statt 125 Euro ein.
Wer eine rote Ampel missachtet, zahlt künftig 90 (bisher: 50) Euro. Parken auf der Autobahn führt zur Strafe von 70 (40) Euro, das Befahren des Seitenstreifens kostet 75 statt 50 Euro. Verstöße gegen das Lkw-Fahrverbot am Sonntag kostet den Fahrer 75 (40), den Halter 380(200) Euro.
Ich denke, dass gerade die Erhöhung der kleineren Bußgelder zeigt, dass wohl eher die Verbesserung der Haushaltslage erreicht werden soll.
Quelle: www.gmx.de


2 Kommentare zu “Jetzt wirds konkreter”
01
Schnellfahrer heißen die, Schnellfahrer!
02
Quatsch. Nach der letzten Erhöhung ist doch die Zahl der Verstösse auch schlagartig auf Null gefallen. Von ein paar Ausnahmen abgesehen.