Hauptverhandlung in der Anwaltskanzlei

14. Mai 2007

Es gab ein paar Probleme, einen Termin zu finden. Einmal war der Betroffene verhindert, ein weiteres Mal der Verteidiger, mein Kollege Glienke. Als dann eine erneute Verlegung erforderlich wurde, machte der Richter einen Vorschlag, den Verteidiger erst einmal nicht ernst genommen hat.

Die Verhandlung sollte am 13.5.2007 stattfinden. Also an einem Sonntag! Na gut, da unsere Kanzlei öfters einmal auch den Sonntag zum ruhigen Arbeiten nutzt, war das nicht so problematisch.

Als Terminsort schlug der Richter dann aber nicht das Amtsgericht Bayreuth vor, sondern unsere Kanzlei. Spätestens an diesem Punkt hatte sich der Kollege Glienke ein paar Sorgen um den Richter gemacht.

Als dann aber Ende Februar diese Ladung bei uns eintraf, wußten wir: Der Richter meint es ernst.

Verhandlung am Sonntag, den 13.5.2007, 8:30 Uhr in der Kanzlei des Verteidigers.

Pünktlich erschien dann der Richter, die Öffentlichkeit war hergestellt (und teilweise anwesend), ihm wurde das Hausrecht übergeben, und nach einem kurzen small talk bei einer Tasse leckerem italienischem Caffè wurde dann – nahezu regelrecht – über das Fahrverbot verhandelt. Am Ende dann auch mit Erfolg.

Ob das nun an dem Caffè gelegen hat oder an der gelungenen Verteidigungsstrategie, werden wir dann in den Urteilsgründen noch nachlesen können.

Wenn ich nicht selbst dabei gewesen wäre, hätte ich es nicht geglaubt.

Bußgeldrecht, Prozeßrecht | Kommentare Zum Seitenbeginn springen

10 Kommentare zu “Hauptverhandlung in der Anwaltskanzlei”

  1. 01

    Nee, aus Bayreuth ist der nach Berlin gekommen ?????

    RA Siebers am 14. Mai 2007 um 09:47
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  2. 02

    Ja. Und hatte noch nicht einmal Angst, sich in Kreuzberg frei zu bewegen. ;-)

    RA Carsten R. Hoenig am 14. Mai 2007 um 10:06
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  3. 03

    Wenn nicht Sie es geschrieben hätten, hätte ich es wohl nicht geglaubt…

    Jörg Dennis Krüger am 14. Mai 2007 um 12:21
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  4. 04

    Was, bitte ist ein K Affe ? So würde ich zumindes ihre Buchstabenkombination mit Gravis-Akzent aussprechen.

    RA Munzinger am 14. Mai 2007 um 12:52
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  5. 05

    Caffè ist das italienische Wort für das freundliche Stöffchen und hat nur die Farbe mit dem Fell Ihrer unserer Vorfahren gemeinsam.

    jocko.jpg

    :-)

    RA Carsten R. Hoenig am 15. Mai 2007 um 08:04
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  6. 06

    Namens der Verwandschaft, herzlichen Dank !

    RA Munzinger am 15. Mai 2007 um 13:37
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  7. 07

    Wenn Sie nochmal vor der Aufgabe stehen, Öffentlichkeit in der Kanzlei herstellen zu müssen, werde ich Sie gerne unterstützen :D

    doppelfish am 15. Mai 2007 um 21:01
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  8. 08

    “die Öffentlichkeit war hergestellt”

    Da habe ich aber erhebliche Zweifel. Ein Richter des Amtsgerichts Bayreuth, in Berlin, in den Büroräumen einer Anwaltskanzlei?

    niels | zeineku.de am 15. Mai 2007 um 23:29
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  9. 09

    8.30 Uhr ist für einen Sonntag allerdings schon fies.

    BV am 16. Mai 2007 um 09:06
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  10. 10

    8:30 Uhr ? Wollte der Richter unbedingt die Übernachtungspauschale “abgreifen” ?

    Na, warum nicht Sonntags, wenn man unter der Woche kaum Zeit für’s Avril hat? Lol.

    Oder irgendwann doch noch, Herr Hoenig? :-)

    Kai am 16. Mai 2007 um 11:43
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