Fahrradwurf aufs Polizeiauto

15. April 2007

An die Falschen geriet heute früh ein betrunkener und aggressiver Radfahrer, der in Mitte ausgerechnet Beamte einer Zivilstreife angriff.

Der 40-Jährige aus demselben Bezirk fuhr gegen 4 Uhr 50 mit seinem Fahrrad vor dem Zivilfahrzeug auf der rechten Spur der Auguststraße in Richtung Rosenthaler Straße. Plötzlich zog er so zur Fahrbahnmitte, dass die Fahrerin des Polizeiwagens nur durch eine Gefahrenbremsung einen Zusammenstoß vermeiden konnte. Der 40-Jährige hielt daraufhin an, nahm sein Rad und warf es auf die Motorhaube des Pkw. Danach schlug er gegen die Seitenscheibe der Fahrertür und wollte diese öffnen. Als der Kollege auf der Beifahrerseite ausstieg, wurde er von dem Radfahrer, auch nachdem er sich als Polizeibeamter zu erkennen gegeben hatte, sofort angegriffen. Erst durch den Einsatz des Reizgassprühgerätes konnten die Beamten den Betrunkenen überwältigen und ihm mit Hilfe zwischenzeitlich eingetroffener Unterstützungskräfte Handfesseln anlegen. Dabei erlitt der 40-Jährige Verletzungen, die anschließend ambulant im Krankenhaus behandelt wurden. Außerdem wurde eine Blutentnahme vorgenommen.

Eine nette Party hat der junge Mann da gefeiert. Nur die Kosten für die Nacht könnten ihm Kopfzerbrechen bereiten. So eine Motorhaube eines Polizeiautos zu lackieren kostet ungefähr genausoviel wie die Verteidigung gegen den Vorwurf des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung. Geldstrafe und vielleicht noch eine Fahrerlaubnismaßnahme gibt es dann als Gimmick oben drauf.

Der Mann wäre besser mit einem Motorrad gefahren. Das kann man im Zweifel nicht nach einem Polizeiauto werfen. ;-)

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