Eingelocht

9. Mai 2008
Ein Verkehrsunfall auf der Autobahn 100 in Richtung Neukölln führte heute Morgen zu Behinderungen des Berufsverkehrs. Der Sattelzug eines 40-Jährigen aus Nienburg hatte beim Verlassen der BAB an der Ausfahrt Tempelhofer Damm gegen 8 Uhr einen Gullydeckel aus seiner Verankerung gerissen. Das ein Quadratmeter große, schwere Eisenteil schleuderte unter den Anhänger, riss dort das Ersatzrad aus der Halterung und blieb auf der Fahrbahn liegen. Ein dahinter fahrender Autotransporter eines 50-Jährigen fuhr mit allen Rädern der rechten Fahrzeugseite über den freiliegenden Schacht, erlitt jedoch keine Schäden. Weniger Glück hatte der Fahrer eines Pkw „Mazda“: sein rechter Vorderreifen wurde beschädigt, als der 19-Jährige über den Deckel fuhr. Ihm folgten eine „A-Klasse Mercedes“ eines 46-Jährigen und eine Sattelzugmaschine „Volvo“, deren rechte Reifen ebenfalls Schäden davon trugen. Menschen wurden dabei nicht verletzt.

Quelle: Pressemeldung der Polizei Berlin

Die armen Anwälte, die nun den Auftrag erhalten, gegen den Träger der Straßenbaulast, das Land Berlin, vorzugehen und den Schadensersatz durchzusetzen. Das ist richtig harte Arbeit, bevor der Fiskus auch nur einen Cent herausrückt.

Schließlich ist ja “der Sattelzug eines 40-Jährigen aus Nienburg” vorsätzlich, zumindest aber grob fahrlässig über den Deckel gefahren. Und die Straßenmeisterei hat bestimmt kurz vorher festgestellt, daß gerade dieser Deckel völlig in Ordnung und sauber befestigt war. Wie es eben immer so ist bei Amtshaftungsfällen …

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